Was ist ein redaktioneller Link? (Der ‘Heilige Gral’ des Linkbuildings)
Im OffPage-SEO ist der Backlink die Währung für Vertrauen und Autorität. Es gibt jedoch große Unterschiede in der Wertigkeit von Links. Der hochwertigste und von Google am meisten geschätzte Link ist der redaktionelle Link.
Die schnelle Definition
Ein redaktioneller Link ist ein Backlink, der von einer anderen Website (z.B. einem Magazin, Blog oder einer Nachrichtenseite) **freiwillig und ohne Gegenleistung** gesetzt wird, weil der Inhalt der verlinkten Seite als wertvolle, relevante oder zitierwürdige Quelle erachtet wird. Er ist eine echte redaktionelle Empfehlung.
Warum redaktionelle Links unbezahlbar sind
Redaktionelle Links sind das Kernziel jeder nachhaltigen SEO-Strategie, da sie Google die stärksten positiven Signale senden:
- Maximales Vertrauen & Autorität (E-E-A-T): Ein redaktioneller Link ist eine unabhängige Bestätigung Ihrer Expertise und Autorität durch Dritte. Google wertet diese Art von “Empfehlung” extrem hoch.
- Höchste SEO-Effektivität: Diese Links übertragen in der Regel den meisten “Link Juice” oder Link Equity, da sie von Natur aus als “DoFollow” gesetzt werden und von einer thematisch relevanten Quelle stammen.
- Nachhaltig & Sicher (White Hat): Da diese Links natürlich verdient (“earned media”) und nicht gekauft oder getauscht wurden, besteht kein Risiko einer Abstrafung wegen manipulativer Link-Schemata (siehe Black Hat SEO).
- Qualifizierter Referral Traffic: Nutzer, die auf einen redaktionellen Link klicken, tun dies, weil sie sich für den im Kontext erwähnten Inhalt interessieren. Sie sind oft hochqualifizierte Besucher.
Redaktionelle Links vs. Platzierte Links
Es ist entscheidend, den Unterschied zu anderen Linkarten zu kennen:
- Redaktioneller Link (Verdient):
- Intention: Der Autor will seinen Lesern eine wertvolle Quelle bieten.
- Bezahlung: Keine.
- Google-Signal: Starke, natürliche Empfehlung.
- Platzierter Link (Gekauft/Getauscht):
- Intention: Der Website-Betreiber will sein Ranking manipulieren.
- Bezahlung: Geld, eine Gegenleistung oder ein Tausch.
- Google-Signal: Gilt als Werbung. Google verlangt für solche Links das Attribut
rel="sponsored"oderrel="nofollow", damit sie keine Ranking-Autorität übertragen.
Auch Links aus Gastartikeln können als redaktionell gelten, wenn der Artikel selbst extrem hochwertig ist und der Link einen echten Mehrwert bietet – die Grenzen sind hier fließend, aber der Fokus muss immer auf der Qualität liegen.
Wie bekommt man redaktionelle Links? (Link Earning)
Man kann redaktionelle Links nicht direkt “bauen” oder kaufen. Man muss sie sich **verdienen** (“Link Earning”). Der einzige Weg dorthin führt über herausragende Inhalte, sogenannte Linkable Assets:
- Einzigartige Daten & Studien: Veröffentlichen Sie eigene Forschungsergebnisse oder Umfragen, die Journalisten und Blogger zitieren können.
- Umfassende Guides & Anleitungen: Erstellen Sie die beste und vollständigste Ressource zu einem Thema in Ihrer Branche.
- Kostenlose Tools & Rechner: Bieten Sie ein nützliches, kostenloses Werkzeug an, das ein echtes Problem löst.
- Infografiken & Visualisierungen: Bereiten Sie komplexe Daten visuell ansprechend auf, sodass andere sie gerne einbetten (mit Quellenangabe).
- Digital PR & Outreach: Erstellen Sie großartige Inhalte und machen Sie relevante Journalisten und Blogger aktiv darauf aufmerksam (siehe Outreach).
Profi-Tipp: Werden Sie zur Quelle
Der Kern von OffPage-SEO ist es, von einer “Link-suchenden” Marke zu einer “Link-verdienenden” Marke zu werden. Wenn Sie als Experte wahrgenommen werden, der regelmäßig originelle und aufschlussreiche Inhalte veröffentlicht, werden die redaktionellen Links mit der Zeit von selbst kommen.
Zusammenfassung: Ein redaktioneller Link ist die hochwertigste Form eines Backlinks. Er wird freiwillig von einer anderen Website gesetzt, um einen wertvollen Inhalt zu empfehlen oder zu zitieren. Diese Links sind ein starkes Signal für Autorität und Vertrauen (E-E-A-T) und das primäre Ziel von nachhaltigem, White Hat Linkbuilding (Link Earning).

